Feb 26, 2017

Hormonell wirksame Substanzen, allergieauslösende Duftstoffe, Erdöl – unsere alltägliche Kosmetik kann Stoffe enthalten, mit denen man lieber nicht in Berührung kommen möchte. Ich diesem Blogartikel möchte ich nicht nur die gefährlichsten Inhaltsstoffe alltäglicher Pflegeprodukte aufzeigen, sondern auch erklären, unter welchen Bezeichnungen sich diese verstecken und wie man sie schnell erkennen kann. 

  • Polythylenglykol (PEG)

Bezeichnet eine Reihe synthetischer Stoffe, die in einer Vielzahl von Kosmetikprodukten zum Einsatz kommen. Der Hauptstoff der Polyethylenglykole ist Ethylenoxid. Dieser Stoff ist hochgiftig, erbgutschädigend, fruchtschädigend und krebserregend. Außerdem schädigen die Hilfsstoffe, die die Pflegesubstanzen in die Haut einbringen sollen, die Membranfunktion der Haut. Das macht sie durchlässiger für Schadstoffe. Unerwünschte Eindringlinge gelangen durch die geschwächte Hautbarriere in die Blutbahn und von hier aus in den gesamten Körper. Die synthetischen Stoffe stören den Abwehrorganismus. Es kann zu einer Immunreaktion kommen. Mögliche Folgen sind Hautirritationen, Allergien, Neurodermitis, Rötungen der Schleimhäute und Augen, Kopfschmerzen oder Übelkeit. 
Wie erkennen? Sie tragen PEG in der Bezeichnung oder enden auf “-eth”, wie z.B. Ceteareth-8

  • Parabene

Bei den Parabenen handelt es sich um hormonell wirksame Chemikalien, welche häufig als Konservierungsmittel in Lippenstiften oder Lotionen verwendet werden. Das Problem: Parabene stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein. D.h. sie können im Körper wirken wie Hormone – häufig ähnlich wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen – daher sind sie besonders gefährlich für Schwangere, Föten, Kleinkinder und Jugendliche in der Pubertät. Parabene lagern sich im Körper an und werden mit Krankheiten und Phänomenen wie Unfruchtbarkeit, Diabetes, verfrühter Pubertät und hormonbedingten Krebsarten wie Brust-, Hoden, und Prostatakrebs in Verbindung gebracht.
Wie erkennen? Parabene sind leicht zu erkennen, denn in den Inhaltsstoffen enden sie immer auf “-paraben” Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben. Vorsicht bei Isopropylparaben und Isobutylparaben – diese Parabene sind nicht ausreichend erforscht.

  • Paraffine und Silikone

Paraffine und Silikone bilden einen Film auf der Haut, wodurch sie keine Feuchtigkeit mehr verliert und sich kurzfristig weich und geschmeidig anfühlt. Allerdings haben weder Paraffine noch Silikone eine eigene Pflegewirkung und dienen nur als billiger Ersatz zu hochwertigen Pflanzenölen. Der Film auf der Haut verhindert den natürlichen Stoffwechsel der Haut, überschüssiger Talk wird nicht abgetragen und die Poren können verstopfen.
Wie erkennen? Silikone erkennt ihr an den INCI-Endungen -cone und -xane. Zu den häufigsten Silikonen zählen Dimethicone, Methicone, Cyclomethicone und Polysiloxane. Paraffinderviate sind Eucerin, Eucerinum anhydricum, Talgglyceride, hydriert, Eutanol, Neutraloel/Myriol 318/Miglyol, Alkane. 

  • Mineralöl

In vielen Pflege- und Kosmetikprodukten kommt als Fettbestandteil Mineralöl zum Einsatz. Es ist leicht zu verarbeiten und ermöglicht so eine preiswerte Massenproduktion. Das bedeutet aber keineswegs, dass es nur in billiger Kosmetik zu finden ist; auch teure Markenprodukte enthalten oft Mineralöl. Das Mineralöl legt sich wie ein Film auf die Haut, zieht aber nicht ein. Dadurch wird die Haut nach innen und außen abgeschlossen – sie kann nicht atmen. Das kann längerfristig zu Unreinheiten und Faltenbildung führen und die Haut austrocknen.
Wie erkennen? In den Inhaltsstoffen verbirgt sich Mineralöl hinter einer Vielzahl von Bezeichnungen: Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin, Vaseline 

  • Duftstoffe

Diverse Duftstoffe können nicht nur Allergien auslösen, sondern wirkten in Tierversuchen zudem krebserregend und erbgutverändernd. Die Verbindungen lagern sich im Körper an und können sogar in der Muttermilch nachgewiesen werden.
Wie erkennen? Einige Duftstoffe müssen am Ende der INCIs gesondert aufgelistet werden. Dazu zählen: Alpha-Isomethyl Ionone, Benzyl Alcohol, Benzyl Salicylate, Citral, Citronellol, Geraniol, Hexyl Cinnamal, Linalool, Limonene. Eine Mischung aus nicht deklarationspflichtigen Duftstoffen wird ganz einfach mit Parfum bezeichnet.